Meine Eindrücke vom Zwischentreffen in Winnyzia

Ich möchte über meine Eindrücke vom Zwischentreffen in Winnyzia erzählen. Das Treffen dauerte von 14.09. bis 17.09 2017 im Rahmen des internationalen Projektes „Die Geschichte beginnt in der Familie“. Ich hatte das Glück an diesem Projekt teilzunehmen. Der Zweck unseres Besuchs bestand darin, Information über Denkmäler und Sehenswürdigkeiten im Zusammenhang mit der Geschichte des Zweiten Weltkriegs zu bekommen.

Winnyzia ist eine kleine, aber moderne, europäische Stadt im Westen der Ukraine. Das Erste, was bei einem Stadtspaziergang auffällt, sind die kleinen Straßen, Fahrradwege und viele freundliche Gesichter der Passanten. Einen besonderen Eindruck machte auf mich die Innenstadt, wo sich der Park befindet. Dort gibt es viele Denkmäler, die den Verteidigern des Vaterlandes des Zweiten Weltkrieges und den Opfern des sowjetisch-afghanischen Krieges gewidmet sind. Im Park besuchten wir auch das Turmmuseum, wo eine Ausstellung den Krieger-Internationalisten, die in Afghanistan umkamen, gewidmet ist. Einen unvergesslichen Eindruck haben auf mich die Elemente der Uniform, Briefe der Soldaten an ihre Eltern und Angehörigen, posthume Auszeichnungen, Hygieneartikel und andere Dinge gemacht.

Das Ziel des Treffens war die Besprechung von verschiedenen historischen und organisatorischen Fragen im Zusammenhang mit der Reise nach Auschwitz. Alle versammelten sich im Hotel „Hostewia“. Das Hotel, das in einer malerischen Gegend lag, beeindrückte mich besonders. Dank der Quest, die von den Organisatoren des Projekts „Geschichte beginnt in der Familie“ erstellt wurde, hatten wir die Gelegenheit, einen größeren Bereich des Hotels kennenzulernen. Es gibt einen Öko-Park, der viele Bäche hat; einen kleinen Zoo, in dem Strauße, Ponys und Rehe gehalten werden. Außerdem förderte die angenehme Atmosphäre des Hotels kreative und fruchtbare Arbeit.

Ich und die anderen Projektteilnehmer bekamen unvergessliche Eindrücke vom deutschen Film „Zwei oder drei Dinge, die ich über ihn weiß“. Der Film dient als dokumentarischer Beweis für Nazi-Verbrechen. Er wurde von den Kindern eines deutschen Offiziers, der an der Tötung der jüdischen Bevölkerung teilnahm, gedreht. Die Handlung spielt auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands.  Der Film erwähnt die Gedanken der Kinder über die Identität und die Aktivitäten ihres Vaters. Die Gedanken sind sehr gegensätzlich. Einige Kinder betrachten ihren Vater als Opfer des Nazi-Regimes, die andere  verurteilen scharf seine kriminelle Aktivitäten, denn sie tragen gleichzeitig eigene Verantwortung für Handlungen ihres Vaters. Dieser Film hat uns die Möglichkeit gegeben, einen Menschen, der sowohl positive Eigenschaften eines liebevollen Vaters als auch negative Eigenschaften des Diebes enthalten kann, zu verstehen.

Unser Treffen in Winnyzia ermutigte mich noch einmal diese wundervolle Stadt zu besuchen. Ich möchte mich bei den Veranstaltern des Projektes „Geschichte in der Familie“ für diese Gelegenheit, Winnyzia zu besuchen und meine gute Freunden zu treffen, bedanken. Jetzt bereite ich mich auf eine Reise nach Auschwitz vor. Bis bald!